Pflegeselbsthilfe Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen verfügt über ein breites Netz an Pflegeselbsthilfeangeboten. Um dieses Netz weiter auszubauen und entlastende Selbsthilfeangebote für noch mehr pflegebedürftige Personen und deren Angehörige zugänglich zu machen, gibt es seit 2017 die Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe (kurz: KoPS). Diese haben die Aufgabe, Interessierte über bestehende Pflegeselbsthilfeangebote zu informieren, Gruppen in ihrer Arbeit zu beraten und zu begleiten sowie bei der Gründung von neuen Selbsthilfeangeboten zu unterstützen.

Die Landesregierung NRW und die Pflegekassen fördern das landesweite Netzwerk über ein Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe je Kreis und kreisfreier Stadt. Die derzeit 33 Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe sind in Trägerschaft des Paritätischen NRW, des Landesverbands der Alzheimer Gesellschaften, zahlreicher lokaler Alzheimer Gesellschaften, einiger Kommunen und des Vereins Leben-Wohnen-Begegnen.

Die Fach- und Koordinierungsstelle der Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz in Trägerschaft des Kuratoriums Deutsche Altershilfe unterstützt und begleitet die 33 Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe und ist zentraler Ansprech- und Netzwerkpartner auf Landesebene für die gemeinsamen Tätigkeiten und Themen.

Stimmen aus der Praxis

Gudrun Scherbart, pflegende Angehörige

"Dass ich einfach das Gefühl hatte, nicht allein dazustehen mit meinem „Elend“, sag ich jetzt mal. Man plant sowas vorher nicht und man denkt ja nicht daran, selbst wenn man schon jemand Kranken im Umfeld hat… man denkt nicht an sowas. Selbst in meiner Funktion als Altenpflegerin – ich bin ja fast 30 Jahre Altenpflegerin gewesen – denkt man nicht ans Altern."

 

Ulrich Heise, pflegender Angehöriger

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"Hinzu kommt immer noch eines: wir haben kein Interesse daran Kastanienmännchen zu basteln bzw. an Malen nach Zahlen. Wir haben andere Interessen, wir sind ja alle noch beweglich."

Sabine Wojczak, Mitarbeiterin KoPS Dortmundblank

"Es ist mir gerade jetzt nochmal in der Corona-Zeit ins Auge gesprungen und mein Herz ist an vielen Stellen aufgegangen, dass es die Anleiter*innen geschafft haben, kleine Inseln zu schaffen und sagen: Ich bin da und ich denke an dich – lass‘ uns gemeinsam schauen, wie wir diese Krise überwinden."

Angela Fechner, Mitarbeiterin KoPS Bonn

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"Pflegeselbsthilfe bringt Menschen zusammen, denen es ähnlich geht und den Wunsch teilen in einer Gemeinschaft Kraft für den herausfordernden Alltag zu finden."

 

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